News  
  Aufgetischt - Diäten, Vitamine und Futter nach Jahreszeiten
  Beeren, Pfirsiche und Kirschen im Sommer, Feldsalat, Knollen und Staudensellerie in der Winterzeit. Auch im Zoo Emmen wird auf gesunde und vitamin-reiche Ernährung geachtet. Dabei gilt es sowohl auf Diäten als auch auf besondere Gelüste einzugehen, doch auch stets den Preis des Futters im Auge zu behalten.
   
  © Zoo Emmen
   
  In der zentralen Futterstelle des Zoo Emmen geht es fast zu wie in einer Großküche. Insgesamt 1.500 Tiere müssen täglich individuell und ganz nach ihren Bedürfnissen gefüttert werden. So werden in verschiedenen Abteilungen zum einen Obst und Gemüse, zum anderen Fleisch und Fisch eifrig gewogen und geschnitten, damit jeder Tierpfleger am Morgen die Rationen für seine Schützlinge vorfindet. Feste
Fütterungszeiten gibt es nicht, da sich die Tiere in der Wildnis auch nicht darauf verlassen können, dass ihnen täglich um halb zwei das Futter „aufgetischt" wird. So wird jede Mahlzeit im Zoo Emmen zur Überraschung. Ein paar Ausnahmen gibt es jedoch - es wurden einige feste Fütterungszeiten eingeführt, damit die Zoobesucher hautnah miterleben können, wie sich Pinguin und Affe über ihre Mahlzeiten freuen.
 
Für die Mitarbeiter des Zoos ist bei der Zubereitung des Futters nicht nur wichtig zu wissen, dass eine Tiermahlzeit den richtigen Nährwert haben muss. Sie sollte auch über weitere Kriterien verfügen, wie uns ein Biologe des Zoo Emmen erklärt: die Tiere sollten ihr Futter sensorisch erkennen können, es soll dementsprechend gut riechen, die richtige Farbe haben und sich vor allem im Maul frisch und gut anfühlen. In diesem Punkt ähneln sich Tier und Mensch, da ja schließlich auch bei uns das Auge sprichwörtlich „mitisst".
   
  © Zoo Emmen
   
  Bei unserer täglichen Nahrungsaufnahme fällt uns oft nicht auf, dass die Früchte, die nach Europa importiert und dort angebaut werden eine ganze Menge Zucker enthalten. Für die Zootiere, besonders für die anspruchvollen Affen, ist dieser Zuckergehalt zu hoch. Sie setzten daher in Zoos schnell mal das eine oder andere Kilo an. In solchen Fällen kommt die Diätküche des Zoos zum Einsatz: Pfleger, Biologen und Tierarzt erarbeiten einen Ernährungsplan, der für die Tiere auf lange Sicht viel gesünder und ausgewogener ist und ihnen somit ein längeres Leben verspricht.
 
Was kostet eigentlich so eine gesunde und perfekt abgestimmte Ernähung? Die Mengen lassen es erahnen: jährlich werden 112 Tonnen Heu, 100 Tonnen Obst und Gemüse, 85 Tonnen vitaminreiche Pellets, zehn Tonnen Fleisch, zehn Tonnen Samen und neun Tonnen Brot benötigt, um die Tiere ein Jahr lang satt zu bekommen. Die zehn Tonnen Fisch, die über's Jahr verteilt an die Seelöwen, Pelikane und Pinguine verfüttert werden, wurden übrigens nachhaltig gefangen. Die Gesamtkosten an Futter im Monat belaufen sich somit auf ca. 25.000 Euro, die der Zoo Emmen zum Großteil von den Eintrittgeldern bestreiten muss.  
 
Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details
nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.
   
  Tiere und ihre „bessere Seite“ – Papageien mögen’s lieber links
   
 

Rund 22 Prozent der Deutschen sind Linkshänder. Anlässlich des Weltlinks-händertags am 13. August untersucht der Zoo Emmen, wie sich dieses Phänomen der Händigkeit im Tierreich verhält. Gibt es Tiere, die vorrangig mit ihrer linken Tatze oder Pfote „arbeiten“? In welchen Tiergruppen kommt die Linkshändigkeit gehäuft vor? Der Zoo Emmen begibt sich auf die Fährte der tierischen Linkshänder.

Besucher des Zoo Emmens können an den tierischen Bewohner beobachten, dass sich dort tatsächlich Linkshänder ausfindig machen lassen. Oder sollte man besser „Linkspföter“ oder „Linkstätzer“ sagen? Das Phänomen der Händigkeit lässt sich im Tierreich sogar viel weiter ausdehnen, denn hier kommen noch weitere Körperteile zum Tragen, die von dem jeweiligen Tier bevorzugt eingesetzt werden.

Bei den Papageien im Zoo Emmen ist zu beobachten, dass diese bevorzugt ihren linken Fuß benutzen. So vielfältig die verschiedenen Papageienarten durch ihr buntes Gefieder auch scheinen, in der Art und Weise der Nahrungsaufnahme unter-scheiden sie sich kaum: denn im Grunde wird die Nahrung mit wenigen Ausnahmen immer mit dem linkem Fuß aufgenommen. Auch wäre das Klettern ohne ihren linken Fuß undenkbar, da hier das rechte Bein als Standbein herhalten muss, während der linke Fuß den Hauptanteil der Fortbewegung leistet.

Der Zoo Emmen bietet seinen Besuchern einen Ausflug durch sechs Kontinente, darunter auch Afrika mit seiner üppigen Fauna. Hier lässt sich das untersuchte Phänomen am besten entdecken: Untersuchungen haben gezeigt, dass die Raub-katzen im Gegensatz zu vielen anderen Tieren keine bevorzugte Seite haben. Sondern im gleichen Maße, entweder die linke oder die rechte Pfote lieber gebrauchen. Von der kleinen Hauskatze bis zum großen Raubtier greifen die Katzen grundsätzlich mit der von ihnen individuell favorisierten Lieblingspfote nach der Nahrung oder dem Wollknäuel. Das Verhältnis der bevorzugten Pfoten ist hier vollkommen ausgeglichen. Ferner kann der Zoobesucher auf diesem Kontinent ü-berprüfen, ob irische Forscher der Universität Limerick Recht haben: sie behaupten anhand der Wirbel auf der Stirn eines Pferdes ablesen zu können, dass das Tier Rechts- oder Linkshänder ist. Mal sehen, ob die Zebras des Zoo Emmen auch so leicht als Rechts- oder Linkshänder zu enttarnen sind. Falls der Wirbel auf der Stirn gegen den Uhrzeigersinn zeigt, soll die linke Seite bevorzugt werden.

   
  Paviane - © Zoo Emmen
   
 

Dringt man noch weiter in das Themengebiet Afrika ein, begrüßen einen die lauthals schreienden Mantelpaviane schon von Weitem. Diese bevorzugen wie die meisten Affen in freier Wildbahn die linken Arme. Doch bei Menschenaffen, die es im Zoo Emmen nicht gibt, hat sich herausgestellt, dass diese in Gefangenschaft lebend, die rechte Pfote bevorzugen. Diese Verlagerung ist jedoch nicht genetisch oder evolutionär veranlagt, sondern von den Pflegern abgeschaut und somit nachträglich erlernt worden.

Auch im Asien-Bereich des Zoo Emmen gibt es die Erscheinung der „besseren Seite“. Bei den asiatischen Elefanten wird beobachtet, dass sie sowohl beim Fressen als auch während sie einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen, dem Sandverspritzen nachgehen, ihr Gewicht auf ihre bevorzugte Seite verlagern. Ähnlich wie bei den Katzen ist das Verhältnis zwischen Rechts- und „Linksfüßern“ jedoch ausgewogen. Zwischen all den entdeckten, bevorzugten Händig- oder auch Füßigkeiten der verschiedenen Tiere ist nicht zu vergessen, dass keine Laune der Natur die dominante Seite bestimmt, sondern dies auch immer zu einer besseren Überlebens-chance der Tiere in freier Wildbahn führt, die im Zoo Emmen jedoch generell durch die gute Pflege des Personals gesichert wird.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der dreistöckigen Terrasse des wiedereröffneten Safari-Restaurants, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.

   
  Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Zoo Emmen bietet tierische Zeitreise mit Pavian und Co.
   
  Eine im wahrsten Sinne des Wortes evolutionäre Neuigkeit bewegt zur Zeit Biologen und Tierfreunde: Erst vor wenigen Wochen entdeckten amerikanische Forscher, dass sich die Wege von Menschen und sogenannten Altweltaffen wie etwa Pavianen erst sehr viel später getrennt haben, als zuvor angenommen.
   
 
   
  Die Stammbäume dieser Affenarten und der sogenannten Humanoiden, zu denen die Menschenaffen und auch die Menschen gehören, trennten sich demnach erst vor rund 28 Millionen Jahren - ein Wimpernschlag in der Evolutionsgeschichte. Was die Wissenschaftler durch den Fund eines fossilen Schädels in Afrika entdeckt haben, ahnen die Besucher des Zoo Emmen kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze schon lange: Es steckt viel Menschliches in Pavian und Co. So zeigen die über 100 Paviane im großzügig angelegten Gehege nicht nur eine sehr ausgeprägte Sozialstruktur, sondern auch höchsten Respekt für die ältesten Familienmitglieder.
 
Eine dem Menschen sehr ähnliche Familienstruktur beweisen auch die Gibbons, die Weißgesichtsseidenäffchen oder die goldgelben Löwenäffchen. Als Pärchen mit jeweils ein bis zwei Kindern fühlen sie sich am wohlsten. Die langarmigen Gibbons bleiben dabei oft nicht nur bis an ihr Lebensende zusammen, sondern grenzen ihr Territorium sogar durch gemeinsames Singen ab; das allerdings haben sie dem Menschen voraus. Und auch das Leben im Harem - wie es die Totenkopfäffchen oder Kattas vormachen - hat sich evolutionär zumindest nicht bei den Menschen durchsetzen können. Oder? Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Worin zeigt sich der einprozentige Unterschied des menschlichen Erbguts zum äffischen Pendant? Und warum erinnern uns Affen immer öfter an Verhaltensweisen aus unserem eigenen Umfeld?
 
Eine Begegnung mit den zehn verschiedenen Affenarten im Zoo Emmen beantwortet Fragen und regt zum eigenen Nachdenken an: Auch wenn der Zoo Emmen aus Gründen der sehr schwierigen artgerechten Haltung auf die Haltung von großen Menschenaffen wie Schimpansen oder Orang-Utans verzichtet - in den kleinen und großen Affen entdeckt wohl jeder Besucher ein Stück von sich selbst - und Wurzeln, die 28 Millionen Jahre in die Vergangenheit reichen.
 
Der Zoo Emmen, unweit der deutsch-niederländischen Grenze, ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. So können die Besucher z.B. in Asien die größte Elefantenherde Europas begrüßen. In der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der dreistöckigen Terrasse mit dem wiedereröffneten Safari-Restaurant, kommen die Giraffen so nah, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt zusammen mit Artgenossen in seinem detailliert nachempfundenen Lebensraum. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.
   
  Monogame Pelikane, streitsüchtige Kraniche und sich rosa fressende Flamingos
   
  Zu Ehren Alfred Brehms und dessen Jahrestag am 2. Februar informiert der Zoo Emmen über das liebstes Tier des Zoologen, den Vogel. Der vor 181 Jahren geborene Schriftsteller, der vor allem durch das Tierlexikon „Brehms Tierleben“ bekannt wurde, war ein begeisterter Ornithologe. Das hat der Zoo Emmen zum Anlass genommen, an die Artenvielfalt seiner gefiederten Bewohner zu erinnern.
   
  Pelikane - © Zoo Emmen
   
 

„Alle Vögel sind schon da“ – doch was der Zoo Emmen an Vögeln zu präsentieren hat, sind weniger die einheimische Amsel oder der geschwätzige Star; vielmehr ist es eine exotische Auswahl von Tieren aus fernen Ländern. Hier ist nicht nur eine der größten Pelikankolonien Europas beheimatet, sondern auch eine 72-köpfige Flamingofamilie – 72 an der Zahl, dazu etwas streitsüchtige Pelikane und wild um sich tretende Strauße obendrein.

Genügsame Pelikane
Im Zoo Emmen leben 22 Pelikane, elf weibliche und elf männliche Tiere. Und da es bis zum Valentinstag am 14. Februar nicht mehr lange hin ist, passen die Tiere zu dieser romantischen Stimmung ganz gut ins Bild – denn Monogamie wird bei ihnen großgeschrieben. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Sollte sich herausstellen, dass sie keinen Nachwuchs bekommen, versuchen die tag- und nachtaktiven Vögel woanders ihr Glück. So auch im Zoo Emmen. Vor ein paar Jahren tauschten dort alle Vögel ihre bisherigen Lebensgefährten und prompt erfreute sich der Zoo in den Jahren darauf eines regen Pelikanzuwachses.

   
  Pelikane - © Zoo Emmen
   
  Streitsüchtige Kraniche und schreckhafte Straußenvögel
Nicht ganz so harmonisch läuft es hingegen bei den zwei Kranichpaaren im Zoo: Noch lebt jedes Paar für sich, doch im Frühjahr sollen sie sich dann langsam annähern und vorsichtig kennenlernen. Es bestünde sonst die Gefahr, dass sich die Vögel ans Gefieder gehen. Damit das nicht geschieht, setzen die Zoowärter auf eine Annäherung der Pärchen in kleinen Schritten. Eine durchaus angespannte Stimmung kann auch bei den Straußen aufkommen. Wenn sich „Herr Strauß“ bedroht fühlt, wird auch er streitsüchtig und tritt wild um sich. Vorsicht also innerhalb des Geheges! Da das Männchen und die beiden Weibchen bis zu 65 Stundenkilometer rennen können, heißt das für die beiden Pfleger Acht geben, Abstand halten und sich notfalls rechtzeitig aus dem Staub machen.
   
  Flamingos - © Zoo Emmen
   
 

Sich rosa fressende Flamingos
Jeder kennt den Effekt beim Verzehr von Roter Beete oder Blaubeeren – die Zunge färbt sich lila bis blau. Diese Färbung ist jedoch nur von kurzer Dauer. Nicht so bei den Flamingos: fressen diese viel planktonreiche Algen, Garnelen und Salzkrebse färben sich ihre Federn rosa. Da die Nahrung den rötlichen Farbstoff Carotin enthält, kann dieser mithilfe von Enzymen in der Leber der Vögel zu Farbpigmenten umgewandelt werden. Dort lagert er sich langfristig in Haut und Gefieder ein. Häufig beobachtet man, dass diese Rotfärbung bei Flamingos in Gefangenschaft aufgrund angepasster Nahrung fehlt. Die Vögel im Zoo Emmen sind jedoch wunderschön rosarot gefärbt. Wieder ein Zeichen für das umfassende Konzept des Zoos, seinen Tieren eine möglichst artgerechte Lebensweise zu ermöglichen.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.