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  Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Zoo Emmen bietet tierische Zeitreise mit Pavian und Co.
   
  Eine im wahrsten Sinne des Wortes evolutionäre Neuigkeit bewegt zur Zeit Biologen und Tierfreunde: Erst vor wenigen Wochen entdeckten amerikanische Forscher, dass sich die Wege von Menschen und sogenannten Altweltaffen wie etwa Pavianen erst sehr viel später getrennt haben, als zuvor angenommen.
   
 
   
  Die Stammbäume dieser Affenarten und der sogenannten Humanoiden, zu denen die Menschenaffen und auch die Menschen gehören, trennten sich demnach erst vor rund 28 Millionen Jahren – ein Wimpernschlag in der Evolutionsgeschichte. Was die Wissenschaftler durch den Fund eines fossilen Schädels in Afrika entdeckt haben, ahnen die Besucher des Zoo Emmen kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze schon lange: Es steckt viel Menschliches in Pavian und Co. So zeigen die über 100 Paviane im großzügig angelegten Gehege nicht nur eine sehr ausgeprägte Sozialstruktur, sondern auch höchsten Respekt für die ältesten Familienmitglieder.
 
Eine dem Menschen sehr ähnliche Familienstruktur beweisen auch die Gibbons, die Weißgesichtsseidenäffchen oder die goldgelben Löwenäffchen. Als Pärchen mit jeweils ein bis zwei Kindern fühlen sie sich am wohlsten. Die langarmigen Gibbons bleiben dabei oft nicht nur bis an ihr Lebensende zusammen, sondern grenzen ihr Territorium sogar durch gemeinsames Singen ab; das allerdings haben sie dem Menschen voraus. Und auch das Leben im Harem – wie es die Totenkopfäffchen oder Kattas vormachen – hat sich evolutionär zumindest nicht bei den Menschen durchsetzen können. Oder? Ab wann ist ein Mensch ein Mensch? Worin zeigt sich der einprozentige Unterschied des menschlichen Erbguts zum äffischen Pendant? Und warum erinnern uns Affen immer öfter an Verhaltensweisen aus unserem eigenen Umfeld?
 
Eine Begegnung mit den zehn verschiedenen Affenarten im Zoo Emmen beantwortet Fragen und regt zum eigenen Nachdenken an: Auch wenn der Zoo Emmen aus Gründen der sehr schwierigen artgerechten Haltung auf die Haltung von großen Menschenaffen wie Schimpansen oder Orang-Utans verzichtet – in den kleinen und großen Affen entdeckt wohl jeder Besucher ein Stück von sich selbst – und Wurzeln, die 28 Millionen Jahre in die Vergangenheit reichen.
 
Der Zoo Emmen, unweit der deutsch-niederländischen Grenze, ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. So können die Besucher z.B. in Asien die größte Elefantenherde Europas begrüßen. In der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der dreistöckigen Terrasse mit dem wiedereröffneten Safari-Restaurant, kommen die Giraffen so nah, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt zusammen mit Artgenossen in seinem detailliert nachempfundenen Lebensraum. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.
   
  Kunterbunte Dickhäuter für den guten Zweck – Zoo Emmen feiert 75. Jubiläum
   
  Ab sofort ist im Zoo Emmen Feierlaune angesagt, denn der Zoo an der deutsch-niederländischen Grenze wird am 13. Mai 75 Jahre alt. Bekannt ist er als Zoo der Sinne, in dem Tiere in naturnahen Lebensräumen mit ihren Artgenossen und anderen Bewohnern ihres Habitats zusammenleben. Und wie es die Philosophie des Zoos will, wird beim Feiern auch an Hilfe für bedrohte Lebewesen gedacht.
   
  Um das 75-jährige Bestehen des Zoo Emmen gebührend zu feiern, wird es im und um den zoologischen Garten kunstvoll und bunt. Insgesamt 150 Elefanten aus Polyester wurden während der letzten Wochen von berühmten Niederländern bemalt und kunstvoll verziert. Aber nicht nur begnadete Maler schwangen die Pinsel, auch niederländischen Schülern und Studenten hatten die Chance, ihrer Kreativität an dieser ungewöhnlichen „Leinwand“ freien Lauf zu lassen. Die farbenprächtigen, fantasievollen Ergebnisse können vom 13. Mai bis 1. September sowohl in der Emmener Innenstadt als auch auf dem Zoogelände bestaunt werden. Für den Künstler Raymond Hoogendorp stand die Asiatische Elefantenherde des Zoo Emmen – übrigens die größte in ganz Europa – Modell. Er positionierte sich beim Malen direkt vorm Elefantenfreigehege. Der Kunstmaler Arie Koning ließ sich bei der Gestaltung seines Elefanten dagegen durch ein riesiges Blumenfeld in Stompetoren, im Westen der Niederlande, inspirieren.  
 

Initiiert wurde diese außergewöhnliche Kunstausstellung unter freiem Himmel von der Stiftung „Elephant Family“, die sich seit 2002 für den Schutz Asiatischer Elefanten einsetzt. Mit der Ausstellung „Elephant Parade“, die jedes Jahr in verschiedenen Städten der Welt zu sehen ist, möchte die Stiftung auf die vom Aussterben bedrohten Tiere aufmerksam machen und aktiv helfen. Am 9. September werden die kunstvoll bemalten Polyesterelefanten über das bekannte Auktionshaus Christie’s versteigert. Der Erlös kommt den bedrohten Asiatischen Elefanten in freier Wildbahn zugute. Peter de Lange, Projektmanager des 75. Zoojubiläums: „Wir feiern unseren 75. Geburtstag mit vielen Aktivitäten, der Höhepunkt ist natürlich die „Elephant Parade“. Wir sind froh, dass wir die Stiftung „Elephant Family“ für unser Jubiläum gewinnen und nach Emmen holen konnten. Wir beherbergen in unserem Zoo die größte Asiatische Elefantenherde Europas, mittlerweile in der dritten Generation, und tragen so zum Schutze dieser Art bei. Deshalb passt die „Elephant Parade“ mit ihrem Anspruch perfekt zu uns und ist ein toller Auftakt für die morgen beginnenden Feierlichkeiten.“

Doch nicht nur die Elefantenausstellung ist Teil der Geburtstags-Festlichkeiten im Zoo Emmen. Den ganzen Sommer über, von Juni bis August wird es vor den Toren des Zoos hoch hergehen: Studenten einer niederländischen Musical School begeistern mit Straßentheater, eine eigens für das Jubiläum erstellte Dokumentation über den Zoo Emmen wird gezeigt und Tierpfleger nehmen die Besucher mit auf Zooführungen der etwas anderen Art. Um diese Feierlichkeiten noch ausgiebiger genießen zu können, haben der Zoo und seine Restaurants im Juli und August jeden Samstag bis 21 Uhr geöffnet. Ideale Voraussetzungen, um sich mit Freunden oder Familie zu einem ausgiebigen Barbecue auf der Savannenterrasse zu treffen.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Asiatischen Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zwei-stöckigen Terrasse, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.

   
  Eine große Umzugskiste und vier kleine Elefantenfüße
   
  Im Elefantengehege des Zoo Emmen jagt ein Ereignis das nächste: kurz vor dem Auszug der Elefantendame Yu Zin sorgte ein anderes Herdenmitglied schon wieder für Nachwuchs. Der Ehrentitel, die größte asiatische Elefantenherde Europas zu sein, ist also nicht in Gefahr.
   
  Einga Tha und Yu Zin
   
  Nachdem im Elefantendame Annabel im März 2009 bei einem tragischen Sturz ums Leben kam, scheint bei den Emmener Dickhäutern nichts mehr zu sein wie es war. Annabel war mit ihren 45 Jahren Anführerin der Herde und ein Vorbild für die Mitglieder der Elefantengroßfamilie. Seit ihrem folgenschweren Unfall ist der Platz der Matriarchin jedoch leer geblieben. Bis vor Kurzem gab es eine Anwärterin für die freie Stelle: Elefantendame Yu Zin. Sie versuchte, den Platz der Herdenführerin einzunehmen, wurde aber von den anderen Elefanten nicht als Leitkuh respektiert.
Diese Ablehnung schlug Yu Zin stark auf´s Gemüt: sie war ruhelos und nervös – an ein harmonisches Zusammenleben in der Herde war nicht mehr zu denken. Damit Yu Zin sich in Zukunft wieder wohler in ihrer Elefantenhaut fühlt, hat der Zoo Emmen ihr nun ein neues Zuhause im britischen Zoo Woburn gesucht. Dort wird sie hoffentlich bald wieder Ruhe und Gelassenheit finden. Die circa 750 Kilometer lange Reise in ihre neue Heimat, nördlich von London, legte Yu Zin am 22. März in einer großen Transportbox auf einem LKW zurück. Damit beim Transfer auch alles glatt laufen konnte, übte sie schon im Vorfeld fleißig, wie sie in die Box zu gehen und in dieser ungewohnten Situation Ruhe zu bewahren hatte. Schon die kleinste Störung hätte sie davon abhalten können, überhaupt einen Fuß in das Gefährt zu setzen. Doch alles verlief nach Plan, die übergroße Umzugskiste samt Elefantendame wurde erfolgreich auf einen LKW geladen und ab ging’s nach England.

Doch im Zoo Emmen gab es nicht nur einen Auszug, sondern auch einen äußerst putzigen Neuzugang: Am 9. März wurde der kleine Elefant Einga Tha geboren, was aus dem Burmesischen übersetzt so viel bedeutet wie “Sohn, der an einem Dienstag geboren wurde“. Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Tanten verlief die Geburt komplikationslos, so dass der kleine Spross schon nach kurzer Zeit auf seinen stämmigen Beinchen stehen konnte. Die Elefanten-Tanten der Herde nehmen dabei eine wichtige Rolle ein: sie passen auf, dass die von der Geburt geschwächte Elefantenmutter ihr Neugeborenes nicht aus Versehen verletzt. Jede von ihnen hat immer ein wachsames Auge auf das jüngste Mitglied der Familie.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten asiatischen Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zwei-stöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artge-nossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.
   
  Monogame Pelikane, streitsüchtige Kraniche und sich rosa fressende Flamingos
   
  Zu Ehren Alfred Brehms und dessen Jahrestag am 2. Februar informiert der Zoo Emmen über das liebstes Tier des Zoologen, den Vogel. Der vor 181 Jahren geborene Schriftsteller, der vor allem durch das Tierlexikon „Brehms Tierleben“ bekannt wurde, war ein begeisterter Ornithologe. Das hat der Zoo Emmen zum Anlass genommen, an die Artenvielfalt seiner gefiederten Bewohner zu erinnern.
   
  Pelikane - © Zoo Emmen
   
 

„Alle Vögel sind schon da“ – doch was der Zoo Emmen an Vögeln zu präsentieren hat, sind weniger die einheimische Amsel oder der geschwätzige Star; vielmehr ist es eine exotische Auswahl von Tieren aus fernen Ländern. Hier ist nicht nur eine der größten Pelikankolonien Europas beheimatet, sondern auch eine 72-köpfige Flamingofamilie – 72 an der Zahl, dazu etwas streitsüchtige Pelikane und wild um sich tretende Strauße obendrein.

Genügsame Pelikane
Im Zoo Emmen leben 22 Pelikane, elf weibliche und elf männliche Tiere. Und da es bis zum Valentinstag am 14. Februar nicht mehr lange hin ist, passen die Tiere zu dieser romantischen Stimmung ganz gut ins Bild – denn Monogamie wird bei ihnen großgeschrieben. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Sollte sich herausstellen, dass sie keinen Nachwuchs bekommen, versuchen die tag- und nachtaktiven Vögel woanders ihr Glück. So auch im Zoo Emmen. Vor ein paar Jahren tauschten dort alle Vögel ihre bisherigen Lebensgefährten und prompt erfreute sich der Zoo in den Jahren darauf eines regen Pelikanzuwachses.

   
  Pelikane - © Zoo Emmen
   
  Streitsüchtige Kraniche und schreckhafte Straußenvögel
Nicht ganz so harmonisch läuft es hingegen bei den zwei Kranichpaaren im Zoo: Noch lebt jedes Paar für sich, doch im Frühjahr sollen sie sich dann langsam annähern und vorsichtig kennenlernen. Es bestünde sonst die Gefahr, dass sich die Vögel ans Gefieder gehen. Damit das nicht geschieht, setzen die Zoowärter auf eine Annäherung der Pärchen in kleinen Schritten. Eine durchaus angespannte Stimmung kann auch bei den Straußen aufkommen. Wenn sich „Herr Strauß“ bedroht fühlt, wird auch er streitsüchtig und tritt wild um sich. Vorsicht also innerhalb des Geheges! Da das Männchen und die beiden Weibchen bis zu 65 Stundenkilometer rennen können, heißt das für die beiden Pfleger Acht geben, Abstand halten und sich notfalls rechtzeitig aus dem Staub machen.
   
  Flamingos - © Zoo Emmen
   
 

Sich rosa fressende Flamingos
Jeder kennt den Effekt beim Verzehr von Roter Beete oder Blaubeeren – die Zunge färbt sich lila bis blau. Diese Färbung ist jedoch nur von kurzer Dauer. Nicht so bei den Flamingos: fressen diese viel planktonreiche Algen, Garnelen und Salzkrebse färben sich ihre Federn rosa. Da die Nahrung den rötlichen Farbstoff Carotin enthält, kann dieser mithilfe von Enzymen in der Leber der Vögel zu Farbpigmenten umgewandelt werden. Dort lagert er sich langfristig in Haut und Gefieder ein. Häufig beobachtet man, dass diese Rotfärbung bei Flamingos in Gefangenschaft aufgrund angepasster Nahrung fehlt. Die Vögel im Zoo Emmen sind jedoch wunderschön rosarot gefärbt. Wieder ein Zeichen für das umfassende Konzept des Zoos, seinen Tieren eine möglichst artgerechte Lebensweise zu ermöglichen.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.
   
  Perfekt gestreift und schön gepunktet – Zoo Emmen wartet gleich mit zwei Neuankömmlingen auf
   
  m Zoo Emmen ist Anfang August wieder ein putziges Zebrababy zur Welt gekommen. Razina, das junge Zebramädchen, durfte schon einen Tag nach der Geburt mit den anderen nach draußen. Unweit der Afrikanischen Savanne, wo Razina lebt, erfreut weiterer Nachwuchs die vielen Zoobesucher. Ein Leopardenbaby ist geboren, ein seltenes und gerade deswegen so freudiges Ereignis für den Zoo Emmen.
   
  Leoparden - © Zoo Emmen
   
  Vavuniya, die Mutter des gepunkteten Wildkatzenbabys stammt aus der Familie der Sri Lanka-Leoparden und spielt eine sehr wichtige Rolle in der Auf- und Nachzucht des Europäischen Zuchtprogramms dieser Leoparden. Die in freier Natur bedrohten Tiere haben es im Zoo Emmen besonders gut. Das ganze Team ist sehr bemüht, die Anzahl der seltenen Tiere aufrecht zu erhalten oder gar zu vergrößern. Und nun hat es, nach fast 30 Jahren Pause, mit dem Nachwuchs im Leopardengehege endlich wieder geklappt. Die Geburt wurde natürlich mit der Kamera verfolgt und momentan können die Zoobesucher das Kleine und seine Mutter auf einem Bildschirm im Safari-Restaurant bewundern. Damit diese wichtige Geburt auch ohne Zwischenfall über die Bühne gehen konnte, musste sogar das Männchen Ayohee für eine Weile ausquartiert werden. Er hat nun vorübergehend sein neues Lager im Asiatischen Teil des Zoos bei den Tigern bezogen. In ein paar Wochen, dürfen dann Mutter und Kind von den Besuchern live im Außengehege bestaunt werden.
   
  Zebrababy Razina - © Zoo Emmen
   
  Das Zebramädchen Razina hingegen zeigt sich schon jetzt in der Afrikanischen Savanne, unweit des Safari-Restaurants entdeckt werden. Dort lässt es sich mit seinen drei Geschwistern und den anderen Savannenbewohnern bei tollem Sommerwetter richtig gut gehen. Doch was hat es eigentlich mit den Streifen der Zebras auf sich? Bis heute gibt es noch keine definitive Erklärung dafür, sondern nur Mutmaßungen. Einige Biologen sind der Meinung, dass die Streifen als gute Tarnung im hohen Gras oder in der heißen, flimmernden Luft der Afrikanischen Steppe dienen. Durch die Steifenzeichnung sind auch die Umrisse der einzelnen Tiere in der Herde nicht so gut sichtbar, so dass Raubtiere, einzelne Zebras als Beute nur schwer erkennen können. Eine weitere Theorie, die auch der Zoo Emmen vertritt, besagt, dass die Streifen als Wiedererkennung der Tiere untereinander, ähnlich einem Barcode funktionieren. So hat auch Razina gleich von der ersten Stunde an ihre Mutter Kimberly an den Streifen erkannt. Das stärkt die Bindung zwischen den beiden und auch den Zusammenhalt in der Gruppe insgesamt. Letztendlich ist es wohl eine Kombination aus mehreren Theorien, die die charakteristischen „Zebrastreifen“ der Tiere erklärt.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nach-empfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Seit April 2007 gibt es außerdem das überdachte Spielparadies Yucatán. Hier können sich Kinder in luftiger Höhe auf schwebenden Baumhäusern und Hängebrücken, in Lagunen und einem mächtigen Schiffswrack auf die Spuren der Maya begeben. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.