News  
  Monogame Pelikane, streitsüchtige Kraniche und sich rosa fressende Flamingos
   
  Zu Ehren Alfred Brehms und dessen Jahrestag am 2. Februar informiert der Zoo Emmen über das liebstes Tier des Zoologen, den Vogel. Der vor 181 Jahren geborene Schriftsteller, der vor allem durch das Tierlexikon „Brehms Tierleben“ bekannt wurde, war ein begeisterter Ornithologe. Das hat der Zoo Emmen zum Anlass genommen, an die Artenvielfalt seiner gefiederten Bewohner zu erinnern.
   
  Pelikane - © Zoo Emmen
   
 

„Alle Vögel sind schon da“ – doch was der Zoo Emmen an Vögeln zu präsentieren hat, sind weniger die einheimische Amsel oder der geschwätzige Star; vielmehr ist es eine exotische Auswahl von Tieren aus fernen Ländern. Hier ist nicht nur eine der größten Pelikankolonien Europas beheimatet, sondern auch eine 72-köpfige Flamingofamilie – 72 an der Zahl, dazu etwas streitsüchtige Pelikane und wild um sich tretende Strauße obendrein.

Genügsame Pelikane
Im Zoo Emmen leben 22 Pelikane, elf weibliche und elf männliche Tiere. Und da es bis zum Valentinstag am 14. Februar nicht mehr lange hin ist, passen die Tiere zu dieser romantischen Stimmung ganz gut ins Bild – denn Monogamie wird bei ihnen großgeschrieben. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Sollte sich herausstellen, dass sie keinen Nachwuchs bekommen, versuchen die tag- und nachtaktiven Vögel woanders ihr Glück. So auch im Zoo Emmen. Vor ein paar Jahren tauschten dort alle Vögel ihre bisherigen Lebensgefährten und prompt erfreute sich der Zoo in den Jahren darauf eines regen Pelikanzuwachses.

   
  Pelikane - © Zoo Emmen
   
  Streitsüchtige Kraniche und schreckhafte Straußenvögel
Nicht ganz so harmonisch läuft es hingegen bei den zwei Kranichpaaren im Zoo: Noch lebt jedes Paar für sich, doch im Frühjahr sollen sie sich dann langsam annähern und vorsichtig kennenlernen. Es bestünde sonst die Gefahr, dass sich die Vögel ans Gefieder gehen. Damit das nicht geschieht, setzen die Zoowärter auf eine Annäherung der Pärchen in kleinen Schritten. Eine durchaus angespannte Stimmung kann auch bei den Straußen aufkommen. Wenn sich „Herr Strauß“ bedroht fühlt, wird auch er streitsüchtig und tritt wild um sich. Vorsicht also innerhalb des Geheges! Da das Männchen und die beiden Weibchen bis zu 65 Stundenkilometer rennen können, heißt das für die beiden Pfleger Acht geben, Abstand halten und sich notfalls rechtzeitig aus dem Staub machen
   
  Flamingos - © Zoo Emmen
   
 

Sich rosa fressende Flamingos
Jeder kennt den Effekt beim Verzehr von Roter Beete oder Blaubeeren – die Zunge färbt sich lila bis blau. Diese Färbung ist jedoch nur von kurzer Dauer. Nicht so bei den Flamingos: fressen diese viel planktonreiche Algen, Garnelen und Salzkrebse färben sich ihre Federn rosa. Da die Nahrung den rötlichen Farbstoff Carotin enthält, kann dieser mithilfe von Enzymen in der Leber der Vögel zu Farbpigmenten umgewandelt werden. Dort lagert er sich langfristig in Haut und Gefieder ein. Häufig beobachtet man, dass diese Rotfärbung bei Flamingos in Gefangenschaft aufgrund angepasster Nahrung fehlt. Die Vögel im Zoo Emmen sind jedoch wunderschön rosarot gefärbt. Wieder ein Zeichen für das umfassende Konzept des Zoos, seinen Tieren eine möglichst artgerechte Lebensweise zu ermöglichen.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.
   
  „China Festival of Lights“ geht in die Verlängerung
   
  32 überdimensionale chinesische Lichtskulpturen tauchen den Zoo Emmen seit Mitte November letzten Jahres in ein atemberaubendes, geheimnisvolles Licht und begeisterten bereits über 120.000 Besucher. Aufgrund des großen Erfolges wird das „China Festival of Lights“ nun bis Anfang Februar verlängert.
   
 

Abenddämmerung, Raureif, erste Schneeflocken und ein farbenprächtiges Lichterspektakel – mit dieser romantischen und bildgewaltigen Kombination haben die Veranstalter des „China Festival of Lights“ im niederländischen Zoo Emmen genau ins Schwarze getroffen. Über 120.000 Menschen spazierten seit der Eröffnung Mitte November über das Festivalgelände und bestaunten die 32 riesigen, erleuchteten Kunstwerke von bis zu 17 Metern Höhe. Allen die es bisher noch nicht geschafft haben, bietet der Zoo Emmen mit der Verlängerung des „China Festival of Lights“ noch bis zum 7. Februar die Chance, in die spektakuläre Lichterwelt einzutauchen.

Die Stiftung „China en Noord-Nederland“ und der Zoo Emmen haben mit dem „China Festival of Lights“ altes chinesisches Kulturgut in die Niederlande geholt und damit sogar für eine Europapremiere gesorgt. Fast jedes der Lichtwesen in Tiergestalt hat ein ganz  einzigartiges Design: Die drei Elefanten, die das Hauptportal des Chinesischen Tempels bewachen, bestehen komplett aus Porzellantellern, -tassen und Löffeln – übrigens einer der traditionellsten Handwerksstile Chinas. Ebenso ungewöhnlich ist der Anblick der vier Meter hohen Phönix-Skulptur: Das mythologische Fabelwesen ist bedeckt mit Kokons der Seidenspinnerraupe, die ursprünglich aus dem Land der Mitte stammt.

Eintrittskarten für das „China Festival of Lights“ können online unter www.chinafestivaloflights.de erworben werden oder an die Kasse gekauft werden. Erwachsene zahlen 14,50 Euro, Kinder von vier bis elf Jahren 9,50 Euro (exkl. Transaktionskosten und Bearbeitungsgebühr). Das Lichterfestival öffnet seine Tore täglich von 16 Uhr bis 22 Uhr. Die Tiere des Zoo Emmen können in der Laufzeit des Festivals von 10 Uhr bis 15.30 Uhr besucht werden.

   
  China Festival of Lights: Farbenexplosion und Lichterspektakel für graue Wintertage
   
 
   
 

So viele emsige Leute neben farbenfroh leuchtenden Skulpturen haben die Tiere im Zoo Emmen noch nie gesehen: 44 chinesische Künstler arbeiten hier zurzeit rund um die Uhr am Aufbau des China Festival of Lights. Sie wollen die Europapremiere des Lichterfestes am 10. November auf dem Zoogelände zu einem unvergesslichen Ereignis machen.

   
 
   
 

Bereits Ende September haben 44 chinesische Konstrukteure mit dem Aufbau der gigantischen Lichterwesen im Zoo Emmen begonnen. Nach und nach werden immer mehr der 32 riesigen, bunten Skulpturen fertig gestellt. An den überdimensionalen Exponaten wird genäht, gemalt, geklebt – die Gestelle aus Draht werden erst
gebogen, dann mit Stoff bespannt und in exakter Handarbeit verklebt, bis sie die Gestalt von Tieren annehmen. Bis in den Januar hinein, täglich von 16 bis 22 Uhr, werden die chinesischen Lichtskulpturen die Besucher in ihren Bann ziehen und die Wege des Zoos erhellen. Schon jetzt freuen sich das Zoo-Team und die Mitarbeiter der Stiftung „China en Noord-Nederland“ ihren Gästen dieses in Europa noch nie dagewesene chinesische Lichter- und Kulturfest präsentieren zu können.

Fast überall auf dem Gelände des Zoo Emmen erwachen dann mit Einbruch der Dunkelheit die leuchtende Skulpturen zum Leben: Dinosaurier, Löwen, Flamingos und andere Tiere warten nur darauf, von den Besuchern bestaunt zu werden.
Dutzende LED-Lämpchen, die in und an den Skulpturen befestigt sind, entfalten ihre gewaltige Leuchtkraft und sorgen für ein faszinierendes Farbenspiel – ein wahrer Augenschmaus für die Besucher. China Festival of Lights Projektmanager Peter de Lange: „Es ist sehr beeindruckend, wie die chinesischen Konstrukteure mit viel Feingefühl die bunten und transparenten Stoffteile in Form schneiden und sie gekonnt an den Tierskulpturen anbringen; hier sind wahrhaftige Künstler am Werk.“
So ganz scheinen manche Tiere des Zoo Emmen noch nicht begriffen zu haben, was in ihrem Zuhause gerade vor sich geht. Zumindest staunten die Nashörner nicht schlecht, als sie heute Morgen aus ihrem Nachtquartier ins Freie stapften und sich unmittelbar vor ihnen ein riesiger, 100 Meter langer, gelber Drache aufbäumte. Die Elefanten hingegen zeigten ihren Artgenossen aus Stoff schon nach kurzer Zeit die kalte Schulter: Sie wandten sich schnell wieder den für sie wirklich wichtigen Dingen des Dickhäuterlebens zu – der Nahrungsgewinnung.

Eintrittskarten für das China Festival of Lights sind nur online unter www.chinafestivaloflights.de erhältlich.
   
  Europapremiere: Spektakuläres chinesisches Lichtspektakel im Zoo Emmen
   
  Rauch speiender Drache - © Zoo Emmen
   
  Im Zoo Emmen laufen die Vorbereitungen für das „China Festival of Lights“ auf Hochtouren. 44 chinesische Künstler bauen in den nächsten Wochen aus unzähligen Einzelteilen 32 überdimensionale Lichtskulpturen. Ab dem 10. November wird der Zoo dann in einem ganz neuen Licht erstrahlen.

Riesige Tiger, Pandas und gigantische Fabelwesen warten ab dem 10. November im Zoo Emmen auf Besucher. Das Besondere an diesen Tieren, sie bestehen aus recyclebaren Materialien wie Glas, Porzellan sowie umweltfreundlichen LED Leuchten und sind zwischen zwei und acht Metern groß. Absolutes Highlight wird ein 100 Meter langer, Rauch speiender Drache sein, der seinen Betrachtern nach chinesischer Tradition Glück und Reichtum bringt. Besonders in den kalten und dunklen Wintertagen ist das farbenprächtige „China Festival of Lights“ eine Wohltat für die Seele. Nachdem der Zoo bereits im letzten Winter im Lichterglanz erstrahlte, präsentiert er in diesem Winter mit „China Festival of Lights“ ein in Europa noch nie dagewesenes gewaltiges Lichtspektakel nach traditioneller chinesischer Art. Initiator dieses Events ist die Stiftung „China en Noord-Nederland“. Zusammen mit dem Zoo Emmen möchte die Organisation so eine Brücke zwischen der europäischen und der chinesischen Kultur schlagen.

Ab Ende September werden 44 chinesische Künstler knapp sechs Wochen lang mit dem Aufbau der 32 riesigen Lichtskulpturen beschäftigt sein. Die für den Transport aus China in Teile zerlegten Exponate kommen Ende September im Hafen von Rotterdam an und werden dann per LKW nach Emmen transportiert, um dort ab dem 27. September von den Künstlern „zum Leben“ erweckt zu werden.

Ab dem 10. November 2009, jeweils von 16 bis 22 Uhr, können Besucher des Zoo Emmen das farbenprächtige Spektakel dann genießen. Natürlich ist der Zoo auch vor Einbruch der Dunkelheit für alle Gäste geöffnet, jedoch wird der Blick auf die Gehege durch die Lichtskulpturen eingeschränkt. Viele der Tiere befinden sich während der Wintermonate außerdem in ihren Winterquartieren und sind nicht auf den Außenflächen des Zoos zu sehen. Während der gesamten Laufzeit des „China Festival of Lights“ sind verschiedene Aktionen wie chinesische Musik- und Tanzgruppen, Vorlesungen, Workshops und Tee-Zeremonien für Familien, (Business)gruppen und Schulklassen geplant. Tickets für das Festival zum Preis von 14,50 Euro sind ab sofort und nur online unter www.chinafestivaloflights.de erhältlich.

„Der Zoo Emmen möchte zu einem Erlebnispark heranwachsen, der bewusst Natur und Kultur zueinander bringt und miteinander verschmelzen lässt. Mit diesem Festival wollen wir den Besuchern des Zoo Emmen einen Vorgeschmack darauf geben, was sich der Zoo für die Zukunft vorgenommen hat: seinen Besuchern tolle, eindrückliche Aktivitäten und Events bieten, die über die traditionellen Zoothemen hinausgehen“, meint Fred Assen von der Stiftung „China en Noord-Nederland“. Kultur und Natur sind hier die beiden Stichworte. Mit der Ausrichtung des „China Festival of Lights“ bleibt der Zoo auch seiner Philosophie treu. Seit jeher setzt er sich für nachhaltiges, ökologisches und tiergerechtes Verhalten ein. Das spiegelt sich auch in der Ausrichtung des Festivals wider. Sämtliche verwendete Materialien der Skulpturen sind recyclebar oder bereits wiederverwertet worden, die verwendeten LED-Leuchten sind bekannt für ihren sparsamen Verbrauch.
   
  Perfekt gestreift und schön gepunktet – Zoo Emmen wartet gleich mit zwei Neuankömmlingen auf
   
  m Zoo Emmen ist Anfang August wieder ein putziges Zebrababy zur Welt gekommen. Razina, das junge Zebramädchen, durfte schon einen Tag nach der Geburt mit den anderen nach draußen. Unweit der Afrikanischen Savanne, wo Razina lebt, erfreut weiterer Nachwuchs die vielen Zoobesucher. Ein Leopardenbaby ist geboren, ein seltenes und gerade deswegen so freudiges Ereignis für den Zoo Emmen.
   
  Leoparden - © Zoo Emmen
   
  Vavuniya, die Mutter des gepunkteten Wildkatzenbabys stammt aus der Familie der Sri Lanka-Leoparden und spielt eine sehr wichtige Rolle in der Auf- und Nachzucht des Europäischen Zuchtprogramms dieser Leoparden. Die in freier Natur bedrohten Tiere haben es im Zoo Emmen besonders gut. Das ganze Team ist sehr bemüht, die Anzahl der seltenen Tiere aufrecht zu erhalten oder gar zu vergrößern. Und nun hat es, nach fast 30 Jahren Pause, mit dem Nachwuchs im Leopardengehege endlich wieder geklappt. Die Geburt wurde natürlich mit der Kamera verfolgt und momentan können die Zoobesucher das Kleine und seine Mutter auf einem Bildschirm im Safari-Restaurant bewundern. Damit diese wichtige Geburt auch ohne Zwischenfall über die Bühne gehen konnte, musste sogar das Männchen Ayohee für eine Weile ausquartiert werden. Er hat nun vorübergehend sein neues Lager im Asiatischen Teil des Zoos bei den Tigern bezogen. In ein paar Wochen, dürfen dann Mutter und Kind von den Besuchern live im Außengehege bestaunt werden.
   
  Zebrababy Razina - © Zoo Emmen
   
  Das Zebramädchen Razina hingegen zeigt sich schon jetzt in der Afrikanischen Savanne, unweit des Safari-Restaurants entdeckt werden. Dort lässt es sich mit seinen drei Geschwistern und den anderen Savannenbewohnern bei tollem Sommerwetter richtig gut gehen. Doch was hat es eigentlich mit den Streifen der Zebras auf sich? Bis heute gibt es noch keine definitive Erklärung dafür, sondern nur Mutmaßungen. Einige Biologen sind der Meinung, dass die Streifen als gute Tarnung im hohen Gras oder in der heißen, flimmernden Luft der Afrikanischen Steppe dienen. Durch die Steifenzeichnung sind auch die Umrisse der einzelnen Tiere in der Herde nicht so gut sichtbar, so dass Raubtiere, einzelne Zebras als Beute nur schwer erkennen können. Eine weitere Theorie, die auch der Zoo Emmen vertritt, besagt, dass die Streifen als Wiedererkennung der Tiere untereinander, ähnlich einem Barcode funktionieren. So hat auch Razina gleich von der ersten Stunde an ihre Mutter Kimberly an den Streifen erkannt. Das stärkt die Bindung zwischen den beiden und auch den Zusammenhalt in der Gruppe insgesamt. Letztendlich ist es wohl eine Kombination aus mehreren Theorien, die die charakteristischen „Zebrastreifen“ der Tiere erklärt.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nach-empfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Seit April 2007 gibt es außerdem das überdachte Spielparadies Yucatán. Hier können sich Kinder in luftiger Höhe auf schwebenden Baumhäusern und Hängebrücken, in Lagunen und einem mächtigen Schiffswrack auf die Spuren der Maya begeben. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.
 
  Adeliger Nachwuchs im Asiatischen Elefantengehege
 
       
  Die größte asiatische Elefantenherde Europas ist um einen Neuling reicher. Der kleine Ein She Min – zu Deutsch Frühlingsprinz – wurde am 23. Mai geboren. Er erfreut sich im Zoo Emmen bester Gesundheit und ist seit Kurzem auch im Außengehege zu bewundern.

Ganz alleine, also ohne Hilfe der Tierpfleger, ist der kleine Knirps im Stall zur Welt gekommen. Wie es im Rudel Brauch ist, bekam die frischgebackene Mutter Ma Yay Yee dabei ausschließlich Unterstützung von den zahlreichen Tanten und weiblichen Verwandten, die bei jeder Elefantengeburt der werdenden Mutter tatkräftig zur Seite stehen. Mit seinen circa 70 Kilogramm ist der kleine Graue, mit dem blaublütigen Namen Frühlingsprinz, ein Leichtgewicht und erinnert vor allem wegen seiner Hautf̈rbung eher an ein etwas zu groß geratenes Ferkelchen. Seinen ganzen Körper überzieht ein rosa Teint, die oft bei Neugeborenen vorkommt. Doch keine Bange, im Laufe des Älterwerdens färbt sich die Haut dann meistens in das gewohnte Grau der Elefanten. Bei Frühlingsprinz kann diese Veränderung schon nach nur einer Woche beobachtet werden.
Weil Ein She Min noch so klein ist, bekommt er beim Säugen Unterstützung von seiner Mutter. Sie setzt sich dafür in eine Vertiefung, damit ihr Erstgeborener die Zitzen besser erreichen kann.

  Damit Ein She Min genauso groß und stark wird wie seine älteren Cousins, muss der Minielefant noch fleißig von der Mutter gesäugt werden, was gewöhnlich bis zu zwei Jahren geschieht. Seinen Vetter Yoe Ma, der bis vor kurzem noch das Nesthäkchen in der Gruppe war, kümmert der Neuankömmling momentan noch wenig. Denn Ein She Min ist noch viel zu jung, um mit seinen Artgenossen im Gehege spielen zu können. Doch schon in einigen Monaten werden sich die drei kleinen Lausbuben Ananda, Yoe Ma und Ein She Min bestimmt blendend verstehen und miteinander herumtoben können.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zweistöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nach- empfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artgenossen. Seit April 2007 gibt es außerdem das überdachte Spielparadies Yucatán. Hier können sich Kinder in luftiger Höhe auf schwebenden Baumhäusern und Hängebrücken, in Lagunen und einem mächtigen Schiffswrack auf die Spuren der Maya begeben. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.